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Der neue Wanderpokal geht an Kurt Löhr

Hier der Bericht im Orginal

Segeln: 17. Riesling-Regatta des WSV Oberfell - Sieg in Aquila-Klasse geht an Brodenbacher Paar
OBERFELL. Einen nagelneuen Wanderpokal darf Kurt Löhr mit nach Hause nehmen, der sich mit Vorschoter Heinz Müller bei der 17. Riesling-Regatta des WSV Oberfell auf dem Moselstausee die Vereinsmeisterschaft in der Klasse Kajütboote holte.
Günther Waldorf, diesmal mit seiner Frau Ellen auf Rang zwei, hatte im letzten Jahr den Cup nach seinem dritten Erfolg in Besitz genommen, musste dafür aber die neue Siegertrophäe besorgen. "Das gehört sich so", kommentiert der Vereinsvorsitzende Georg Schneider, mit Jürgen Stieber auf Platz drei, das ungeschriebene Pokal-Gesetz.
Guter Wind, kein Regen sowie ab und zu ein Sonnenstrahl - es ist wie immer fast ideales Segelwetter. "Die Riesling-Regatta ist noch nie ins Wasser gefallen", stellt Georg Schneider zufrieden fest. Für ihn und die fünf anderen Oberfeller Kajütboot-Kapitäne heißt es aber zunächst mal abwarten, denn erst gehen die wendigen Aquilen, bei denen die Brodenbacher Hans und Irmgard Schröder am Ende vorn sind, über die Startlinie. Dann ertönt das erste Signal für vier Kielyachten und zwei Jollen: Noch fünf Minuten. Eine Minute vor dem Start darf die Linie nicht mehr berührt werden. "Wer denkt, er sei zu nah dran gewesen, sollte vorsichtshalber zurücksegeln und die Boje umrunden", erklärt Steuermann Schneider, während er zusätzlich zum Großsegel das Genuasegel ausrollt.
Jetzt wird"s ernst, die Sekunden werden runtergezählt, Sportwart Rolf Weber schickt die sechs Boote ins Rennen. Schneiders "Kay", eine 28 Jahre alte Sprinta D, kommt gegen den Wind, der mit lauer Stärke 2 von Nordost bläst, nicht so recht voran. "Hast Du einen Eimer unten dran hängen", fragt Vorschoter Stieber den Skipper und murmelt etwas von "jede Menge Bewuchs". Ehrgeizige Segler reinigen den Bootskörper auch unter Wasser regelmäßig, was bei der "Kay" eher selten vorkommt. So läuft Konkurrenzboot "Sunny" vor dem schwachen Wind einfach besser und baut den Vorsprung Zentimeter um Zentimeter aus, während ganz vorn die "Sir Francis Drake" scheinbar uneinholbar davonzieht, obwohl Schneiders Yacht Schmetterling segelt, mit Genua auf der einen und Großsegel auf der anderen Seite, um möglichst viel Wind einzufangen. Dann bleibt auch noch die Schot des Genua an einem Seil hängen. "Viel hat"s nicht ausgemacht", versichert Georg Schneider.
Der WSV-Vorsitzende, Lehrer an der Realschule plus in Kobern, ist schon berufsbedingt einer, der Ruhe bewahrt. Die Schule brachte ihn zu seinem Hobby, während einer Klassenfahrt saß er zum ersten Mal in einem Segelboot. Vor einigen Jahren gab es sogar eine Kooperation von Schule und Verein, Segeln als Wahlpflichtfach. Mittlerweile war Schneider schon dreimal mit seinen Schülern zum Segeln in Holland, "einige von ihnen sind bei der Segelei geblieben". 92 Mitglieder hat der WSV, der nächstes Jahr als Dreißiger ein kleines Jubiläum feiert, darunter 15 Jugendliche. Mit ihnen ist Lehrer Schneider am Tag vor der Riesling-Regatta nach Alken gesegelt, "zurück bei dickem, fettem Wind", wie er von der Trainingstour mit den Jüngsten in ihren Optimist-Dingis schwärmt. Gerade mal zwei Berufsschiffer seien ihnen in den 90 Minuten begegnet - die Auswirkungen der Wirtschaftskrise aufs Transportgewerbe machen sich auch auf der Mosel bemerkbar.
Trotzdem entscheidet sich Regattaleiter Weber beim Steuermanngespräch eine Viertelstunde vor dem Start gegen einen Dreieckskurs, um den dicken Pötten (Schneider: Berufsschifffahrt hat immer Vorfahrt) aus dem Weg zu gehen. Gesegelt wird also up and down, weit weg von der Fahrrinne dreimal von Tonne zu Tonne, vier Regatten sind geplant.
Die "Kay", benannt nach einer irischen Freundin von Georg Schneider, die mit ihrem Mann auf dem Meer verschollen blieb, nimmt auf dem zweiten Teilstück der einstündigen ersten Regatta Fahrt auf. "Bei stärkerem Wind sind wir schneller", stellt der Mann an der Steuerpinne zufrieden fest. Eine Böe folgt der anderen, der Krängungsmesser zeigt mehr als 30 Grad an, die Bierflasche, gerade erst aus der Kühltasche (gehört zur Standardausrüstung) geholt, schießt durchs Boot. "Sunny" und "Drake" bleiben zurück. "Ob wir wirklich gewinnen, wird an Land errechnet", verweist Schneider auf den Yardstick, eine auf Klassenvorschrift oder dem von der Werft festgelegten Standard basierende Handicapzahl, die jedes Boot mit sich schleppt, die bei der "Kay" 112 beträgt und die das Resultat beeinflusst. Kurz vor der Ziellinie hat die "Sir Francis Drake" die Nase vorn. "Die ist schneller und hat außerdem die bessere Yardstickzahl", stellt Schneider fest. Dann brettern auch noch zwei Sportboote vorbei. "Unsportlich ist das", schimpft der Skipper. "Wer eine Regatta sieht, geht vom Gas." So wie die Autofahrer, die auf der B42 anhalten und das malerische Bild der Schmetterlinge vor den Weinbergen bestaunen. Thomas Wächtler
RZ Koblenz & Region vom Montag, 14. September 2009, Seite 23
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Bericht in der Aquila KV

Oberfell 2009 – -> Danke an Hans & Irmgard Schröder!
Riesling-Regatta in Oberfell/Mosel 12./13.09.2009
Zum zweiten Mal zog es die Aquila-Segler an den Lehmener Moselstausee, und zwar zum Nachbarclub des Segelclubs Brodenbach/Mosel, dem WSV Oberfell. Sechs Aquilen lieferten sich einen tollen Wettkampf bei Windstärken von 3-4, in Böen konnte es schon mal mehr sein. Am Samstag konnten so trotz relativ spätem Start drei komplette Wettfahrten ausgesegelt werden. Vier Aquilen starteten für den Segelclub Brodenbach/Mosel (SCBM) und zwei kamen vom Hochheimer Club (SCHo). In allen Wettfahrten lieferten sich "Mosel-Hans" (Hans Schröder/ Irmgard Schröder) und "Main-Jürgen" (Jürgen Bauer/ Barbara Zeibekis) einen heißen Wettkampf. Ihnen folgte mit dem ehemals Hochheimer Boot (Brise) Wolfgang Herpers. Der Youngster unter den Aquila-Seglern (Simon Donhauser mit Kurt Donhauser) zeigte im Laufe der diesjährigen Segelsaison ein positive seglerische Entwicklung, die sich auch in Oberfell bemerkbar machte (Vielleicht lags am Vorschoter...???). "Fesch", der Sportwart des SCBM (Marc Jochum/ Philipp Halbedel) ließ Simon allerdings nur einmal vorbei. Die beiden Aquila-Neulinge vom SCBM (Rainer Ritschdorff/ Carlo Rothbrust) beschlossen das Feld. Außer den Aquilen starteten auch fünf Kajütboote des WSVO, um ihren Vereinsmeister zu ermitteln.
zulesen bei http://www.aquila-kv.de/

Travemünderwoche

Unser Mitglied Marcus Schlegel konnte an der Vorschot in der DYAS Klasse bei der Travemünderwoche teilnehmen. In der gleichen Woche regattierte er noch in Ratzeburg.

Nochmals großartiger Erfolg

Unsere erfolgreiche DYAS Crew Rolf Weber und Marcus Schlegel konnten bei der schweizer Klassenmeisterschaft den dritten Rang ersegeln.

WSV Oberfell erfolgreich

Unser Mitglied Rolf Weber konnte bei der Rheinwoche den dritten Platz in der Gesamtwertung mit einer DYAS erreichen. Die ersten beiden Boote waren Solings. Die Strecke führte von Köln Porz nach Emmerich und betrug 167 Kilometer, sie wurde in drei Tagen mit fünf Wertungsläufen in einer Gesamtzeit von 11 Stunden 41 Minuten 31 Sekunden von der ersten Soling aus Rostock zurückgelegt. Rolf Weber mit Marcus Schlegel an der Vorschot brauchte 6 Minuten 21 Sekunden mehr. Die letzten Boote brauchten 3 1/2 Stunden mehr Zeit.
Mehr unter www.rheinwoche.org